NordVPN Test: So schlägt sich der populäre VPN-Anbieter

Kurzfazit: NordVPN ist ein einfach bedienbarer VPN-Anbieter, den wir definitiv weiterempfehlen würden. Die Installation läuft einfach vonstatten und Streaming funktioniert mit NordVPN außerordentlich gut. Mit der Kill-Switch-Funktion wird eine zusätzliche Sicherheitsstufe angeboten. Leider kommt es ab und zu zu Verbindungsabbrüchen und die Geschwindigkeit bei manchen Servern könnte besser sein. […]
Bewertung:  4/5 Sterne
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NordVPN TestLeider leben wir in Zeiten, in denen dem Internet immer mehr Limits und Gesetze aufgezwungen werden. War es vor wenigen Jahren noch so, dass man das Internet wirklich als „frei“ bezeichnen konnte, so ist das heute nur noch teilweise der Fall.

Einerseits werden von der EU-Kommission immer mehr unsinnige Gesetze zu diversen Internet-Themen erlassen, andererseits werden in vielen Ländern, wie zB. China oder Russland, sogar ganze Teile des Internets zensuriert und gesperrt.

Wer das Internet wirklich so erleben möchte, wie es die Macher damals geplant haben – frei und ohne Limits – der hat nur eine Möglichkeit: Der Umstieg auf einen VPN.

Mehr Infos: Wenn du wissen möchtest, was ein VPN überhaupt ist, findest du in unserem Ratgeberartikel dazu mehr Infos. Hier siehst du, was dir ein VPN im Alltag überhaupt bringt.

In diesem Beitrag präsentieren und testen wir einen der bekanntesten VPN-Anbieter weltweit: NordVPN. Hält der Dienst wirklich, was er verspricht?


Über NordVPN

Laut eigenen Angaben wurde der Dienst bereits im Jahr 2012 von vier Freunden entwickelt, die das Internet „befreien“ wollten. Da alle in verschiedenen Teilen der Welt lebten und sahen, wie sich die Internetzensur weiterentwickelt, wollten sie dieser Entwicklung so schnell wie möglich entgegenwirken.

Zuerst haben sie nur einen kleinen VPN-Server für Freunde aufgebaut, bevor es ans Eingemachte ging.

Mittlerweile ist NordVPN einer der größten Anbieter für VPN-Verbindungen weltweit. Das Unternehmen verzeichnet mehr als 1 Million Kunden.

Was die Sicherheit vor Behördenspionage angeht, so kann man bei NordVPN ein (verglichen mit anderen Anbietern) sicheres Gefühl haben: Das Unternehmen hat seinen gesetzlichen Sitz in Panama, wo Datenschutz laut Unternehmensangaben hoch angepriesen wird. Außerdem gibt es bei NordVPN eine strikte „No-Logs“-Policy. Somit wird nicht gespeichert, wo die Benutzer des VPN surfen.

Das bedeutet im Klartext: Auch wenn es einmal dazu kommen sollte, dass eine Behörde nachfragt, kann NordVPN keine Auskunft geben, da keine Logs angefertigt werden. Das ist ein großer Pluspunkt. Viele Anbieter in anderen Ländern fertigen Logs an.


NordVPN Test

Anmeldung & Installation

Nachdem man sich für ein NordVPN-Paket entschieden hat, kann man sich auf der Webseite registrieren. Die Anmeldung läuft einfach vonstatten und außer der E-Mail müssen keine weiteren persönlichen Daten angegeben werden.

Zurzeit kann man sich zwischen 3 Paketen entscheiden:

  • 3-Jahres-Paket
  • 1-Monats-Paket
  • 2-Jahres-Paket

Eine Übersicht aller Pakete (mit Zusatzinfos) gibt es auf der NordVPN-Seite.

Bezahlt werden kann mit den gängigsten Methoden, die es hierzulande gibt. Neben PayPal kann man auch mit PayPal, Kreditkarte oder SOFORT bezahlen. Besonders interessant und anonym: Die Bezahlung per Kryptowährung! Zur Auswahl stehen Bitcoin, Ethereum und Ripple.

Nachdem man sich registriert hat, landet man im Dashboard des eigenen Kontos:

NordVPN Downloads

Unter Downloads werden alle Software-Downloads von NordVPN in einer Übersicht dargestellt. An oberster Stelle steht dabei immer das Programm, welches für das zurzeit genutzte Betriebssystem angeboten wird.

Neben dem Mac-Programm gibt es auch NordVPN-Software für Windows, Android, iOS, Android TV und sogar Linux. Auch Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox dürften für den ein oder anderen Kunden interessant sein.

NordVPN Test Installation

Sobald man das passende Programm heruntergeladen und installiert hat, taucht dieser Bildschirm auf. Hier wir darauf hingewiesen, dass man sich einloggen soll. Auf der Karte werden alle verfügbaren VPN-Server dargestellt.

Um sich mit einem VPN-Server zu verbinden, wählt man einfach einen Standort aus und aktiviert die VPN-Verbindung. Sobald der Pfeil grün wird, ist man mit dem Server verbunden. Ab jetzt ist die Verbindung sicher und die IP-Adresse wird verschleiert. Wer möchte, der kann den Status der IP auch mit wieistmeineip.de überprüfen.

NordVPN Anmeldung

Verwendung & Betrieb von NordVPN

Die Software ist im Hintergrund kaum bemerkbar. Bis auf ein kleines Icon in der Taskleiste fällt gar nicht auf, dass NordVPN läuft.

Sollte es zu einem Verbindungsabbruch mit dem VPN-Server kommen, dann ploppt sofort eine Fehlermeldung auf, damit man als Nutzer informiert ist.

NordVPN KillswitchBesonders interessant ist hierbei die Kill-Switch-Funktion des Anbieters. Hat man Kill-Switch aktiviert und kommt es zu einem Verbindungsabbruch, wird die gewöhnliche Internetverbindung des Computers sofort blockiert oder einige Anwendungen sofort beendet. Somit kommt es – nicht einmal für 1 Sekunde – zu offenem Datenverkehr zwischen PC und Internet.

Wegen dieses Features wird NordVPN oft von politischen Aktivisten und Journalisten in Ländern verwendet, in denen sie wegen ihrer Aktivitäten gefährdet sind. Auch wenn es zum Abbruch der Verbindung kommt, sind sie nicht in Gefahr.

Normalerweise ist dieses Feature selten nötig. In unserem Test kam es kein einziges Mal zu einem Verbindungsabbruch, andere Magazine und Webseiten berichten jedoch von einigen Verbindungsabbrüchen. Hier muss man selber testen. Fix ist, dass Server in manchen Staaten öfter die Verbindung verlieren als Server in anderen. Wem die Privatsphäre 24/7 besonders wichtig ist, dem empfehlen wir, den Kill-Switch dauernd eingeschaltet zu lassen.

Geschwindigkeit

In unserem Test erreichten wir bei mehreren Versuchen im Download ca. 6 Mbps und im Upload 2,5 Mbps.

NordVPN Geschwindigkeit

Das ist für die durchschnittliche Internetnutzung genug und auch HD-Streams sollten in diesem Geschwindigkeitsbereich funktionieren.

Wir haben zwei beliebte Streamingdienste mit NordVPN getestet (YouTube, Netflix) und bei beiden war die höchste Qualitätsstufe problemlos abspielbar. Bei YouTube bufferte das Video sogar ziemlich weit vor.

Für einen VPN-Anbieter in dieser Preisklasse ist diese Geschwindigkeit also durchaus in Ordnung und reicht auch fürs Streamen aus. Einzig wer größere Dateien hochladen möchte, dem könnte der Geduldsfaden bei NordVPN reissen. Hier sollte man auf einen VPN-Anbieter, welcher speziell auf Uploads spezialisiert ist, ausweichen.

Wer sich für die Geschwindigkeit eines VPN-Anbieters interessiert, sollte jedoch auch die vielen Variablen beachten. Der Internet-Speed hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise davon, mit welchem Server man sich verbindet, wo man sich gerade selber befindet, zu welcher Uhrzeit man ins Internet einsteigt, etc.

Sicherheit

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist NordVPN wegen seiner Sicherheitsfeatures sehr beliebt.

Die Sicherheit liegt dem Unternehmen laut eigenen Angaben sehr am Herzen. Doch stimmt das?

Laut unabhängigen Tests & Meinungsberichten anderer Seiten, wie beispielsweise dem von Netzwelt.de, ist NordVPN sicherer als Durchschnittsanbieter. Das liegt daran, dass man hier doppelt abgesichert ist: Erstens kommt eine besonders starke Verschlüsselung zum Einsatz (AES 256-CBC), zweitens ist es durch den Kill-Switch nicht möglich, dass die persönliche IP-Adresse plötzlich publik wird und drittens gibt es bei NordVPN zusätzlich die Möglichkeit, den gesamten Internetverkehr über das Tor-Netzwerk zu leiten.

NordVPN Tor BrowserBei letzter Variante wird die Verbindung somit über zwei Netzwerke (NordVPN + Tor) umgeleitet. Das ist bei der Konkurrenz nicht der Fall.

NordVPN hat seinen Sitz in Panama, wobei die Server über die ganze Welt verteilt sind. Panama belegt laut Demokratieindex den 45. Platz (von 167. Ländern) und gilt somit als „unvollständige Demokratie“. Das ist bereits ziemlich in Ordnung, es gibt jedoch viele Probleme mit Korruption im Land. Zum Vergleich: Österreich befindet sich auf Platz 15, Deutschland auf Platz 13. Trotzdem verspricht NordVPN, dass keine Logs gefertigt werden und Behörden keinen Einblick in den Datenverkehr des Anbieters haben.

Kundenservice

Bei VPN-Services können immer wieder Probleme auftreten. Daher ist es wichtig, dass ein VPN-Anbieter einen zuverlässigen Support bietet.

nordvpn-kontakt

Die NordVPN-Hilfeseiten sind übersichtlich und bieten Fragestellungen und Antworten zu nahezu allen Themenbereichen rund um das Thema VPN & VPN-Betrieb. Auch Fragen zur Abbuchung, zur Anonymität und zur Nutzung einzelner Dienste (zB. Netflix) werden beantwortet.

Hat man eine Frage, die in den Hilfeseiten nicht beantwortet wird, kann man einen „Agent“ kontaktieren. Neben dem Support per E-Mail gibt es auch einen Chat.

In unserem Test wurden die meisten Fragen, die uns spontan eingefallen sind, bereits in den FAQs beantwortet. Auch im Chat meldete sich ein Supportmitarbeiter nach wenigen Minuten.


Fazit: NordVPN

Zusammengefasst können wir mit gutem Gewissen behaupten, dass NordVPN einer der besten VPN-Anbieter am Markt ist.

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Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und einfach bedienbar, die Anmeldung geht schnell vonstatten und dank der vielen Sicherheitsfeatures kann man surfen, ohne die Angst, überwacht zu werden. Durch die vielen Serverstandorte hat man die Möglichkeit, sich ständig mit anderen Orten zu verbinden. Das ermöglicht beispielsweise, die Nutzung von US-amerikansichen Streamingdiensten und mehr.

Auch die Smartphone-Apps sind praktisch und ermöglichen anonymes Surfen auf dem Handy.

Negativ aufgefallen ist uns, dass es ab und zu Verbindungsabbrüche gibt und dass die Geschwindigkeit in Ballungszeiten besser sein könnte.

Was die Kosten betrifft, so sind wir der Meinung, dass es sich bei NordVPN um einen vergleichsweise günstigen Anbieter handelt.

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