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Wieviel kostet ein mobiler Wlan Router?

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Wieviel kostet ein mobiler Wlan Router?

Unsere Webseite wird Monat für Monat von vielen Menschen aufgerufen, die nach dem richtigen Router suchen. Alleine im Juni waren es mehr als 19.000 Besucher. Das Interesse an den Geräten ist also groß.

Obwohl es eine hohe Anzahl an verschiedenen Routern auf dem Markt gibt, fällt es Käufern oft schwer, das richtige Produkt zu finden.

Eine Frage wird dabei besonders oft gestellt: Wieviel kostet ein mobiler Wlan Router eigentlich im Durchschnitt?

Und was ist zu teuer oder gar zu günstig? Und sind teure Router besser als günstige?

Dieses Thema bietet viel Diskussionspotential – doch eigentlich muss man sich nur die Daten ansehen, um ein gutes Bild von der Situation zu bekommen.

Für den folgenden Insights-Artikel haben wir die Preise vieler verschiedener Router analysiert und in einen Kontext eingebettet. Wenn du nach “Wieviel kostet ein mobiler Wlan Router” gesucht hast, bist du hier richtig.

Wieviel kostet ein mobiler Wlan Router im Durchschnitt?

Wenn man bei Amazon oder einem anderen Online-Shop mobile Router sucht, fällt oft die große Preisspanne auf.

Während die günstigsten Geräte schon für unter 60€ zu ergattern sind, gibt es teurere Produkte erst ab 280€ oder mehr.

Aber was ist denn nun der Durchschnitt?

  • Für die Analyse haben wir den Amazon.de-Durchschnittspreis von 25 verschiedenen mobilen Routern berechnet.
  • Wir haben darauf geachtet, eine große Palette an verschiedenen Herstellern und Preisen in die Berechnung zu integrieren.
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Durschnittspreis

Der Durchschnittspreis beträgt 134,20€.
Hierbei muss man jedoch beachten, dass nur wenige teure Router den Durchschnitt in die Höhe treiben.

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Median

Das Median beträgt 99,88€.
Dieser Mittelwert ist für die preisliche Einordnung besser geeignet.

Wann spricht man von einem teuren Router? Und wann ist ein Router günstig?

Von den 25 analysierten mobilen Wlan Routern kostet das günstigste Gerät 50,41€. Der teuerste Router kostet 383,18€.

Zwischen dem günstigsten und teuersten mobilen Wlan Router besteht also eine Preisdifferenz von 332,77€.

Ganz schön viel.

  • Um unseren Lesern die Preis-Einschätzung zu erleichtern, haben wir die 25 analysierten Produkte in einer Tabelle in 5 Gruppen aufgeteilt.
  • Die Kategorien sind dabei Günstig, Eher Günstig, Mittel, Eher Teuer und Teuer.

Demnach kann bei Geräten, die unter 60€ kosten, von einem günstigen Router gesprochen werden.

Geräte zwischen 60€ und 80€ sind eher günstig und Router zwischen 80€ und 130€ befinden sich im mittleren Preisbereich.

Ab 130€ aufwärts handelt es sich um eher teure Geräte. In die letzte Kategorie (teuer) stufen wir Router ein, die ab 170€ erhältlich sind.

Werden Router im zeitlichen Verlauf günstiger oder teurer?

Besonders in Online-Shops sind Preise großen Schwankungen ausgesetzt, da die Algorithmen immer wieder Anpassungen vornehmen.

Über einen längeren Zeitraum sind jedoch eindeutige Trends erkennbar.

  • Wir haben uns daher die Frage gestellt: Werden Router im Verlauf eines Jahres günstiger oder gar teurer?
  • Deswegen haben wir uns bei 15 Produkten die Preishistorie von einem Jahr angesehen und die Preise vom 13. Juli 2020 mit den Preisen des 13. Juli 2021 verglichen.

Von 15 Produkten sind 10 Produkte günstiger geworden. 5 Produkte sind nach einem Jahr teurer.

In Prozenten bedeutet das: 66,67% der analysierten Router sind günstiger geworden, 33,33% teurer.

Den größten Unterschied gibt es beim TP-Link Archer MR600.

War der Router am 13. Juli 2020 für 134,30€ erhältlich, so kostet das Gerät ein Jahr später nur noch 99,04€. Eine Preissenkung von 35,26€.

Die größte Verteuerung gab es beim Huawei B535.

Der Router war am 13. Juli 2020 für 109,17€ erhältlich. Ein Jahr später steigt der Preis auf 139,88€. Eine Preiserhöhung von 30,71€.

Wir schließen aus dieser Analyse, dass mobile Wlan Router im zeitlichen Verlauf nach dem Release normalerweise günstiger werden. Die Analyse hat uns jedoch auch gezeigt, dass es starke kurzfristige Schwankungen nach oben oder unten geben kann. Es lohnt sich daher, den Preis über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Wieviel kosten die günstigsten Tarifangebote monatlich?

Um einen mobilen Wlan Router zu nutzen, benötigt man einen Datentarif mit SIM oder eSIM.

Aber wieviel kosten die Tarife pro Monat eigentlich?

  • Unter Zuhilfenahme unseres Tarifvergleichs haben wir analysiert, wieviel Kunden im Durchschnitt für 5 GB-, 10 GB- und 20 GB-Tarife pro Monat ausgeben müssen.
  • Die Daten beziehen sich dabei auf die monatlichen Kosten und inkludieren nicht die einmaligen Anmeldungskosten.
  • Insgesamt haben wir die Preise von 19 Tarifen untersucht.

5 GB-Tarife:
Fünf der sieben analysierten 5 GB-Tarife haben eine monatliche Grundgebühr von 9,99€.
Bei zwei Angeboten (Freenet Daten Flat 5 GB LTE und Klarmobil Daten Flat 5 GB) zahlen die Kunden nur 5,99€ pro Monat.

10 GB-Tarife:
Auch hier haben wir sieben unterschiedliche Tarife untersucht, die 10 oder 15 GB bieten.
Die günstigste Grundgebühr für 10 GB bietet die 1&1 Daten Flat LTE M mit 6,99€ pro Monat.
Freenet und Klarmobil bieten auch zwei 10 GB-Tarife mit einer Grundgebühr von 11,99€. 
Die restlichen vier Tarife haben eine monatliche Grundgebühr von 14,99€.

20 GB-Tarife:
Bei den 20 GB-Tarifen haben wir fünf verschiedene Angebote unter die Lupe genommen.
Alle fünf Tarife haben eine monatliche Grundgebühr von 19,99€.
Bis auf einen Tarif haben alle Angebote sogar eine Datenflat von 22 GB.

Zusammenfassung:
Wie die Tarif-Analyse gezeigt hat, konkurrieren die meisten Anbieter im gleichen Preisbereich.
Wenn ein Unternehmen den Preis ändert, ziehen die anderen oft nach.
Dass es nicht immer so ist, beweist jedoch der Ausreisser im 10 GB-Segment: Die 1&1 Daten Flat LTE M ist nur für 6,99€ pro Monat erhältlich – alle anderen Angebote kosten mindestens 5€ mehr.
Der Haken bei diesem Tarif ist aber, dass es eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten gibt.

Sind teure Geräte schneller als günstige?

Wie dieser Beitrag bereits eindeutig gezeigt hat, gibt es eine große Preisspanne, wenn es um mobile Router geht.

Daher dürften sich viele Leser auch für die Korrelation zwischen Preis und Geschwindigkeit interessieren.

Sind teure Geräte schneller als günstige?

  • Im Laufe der Zeit haben wir auf mobilewlanrouter.net schon einige Speedtests mit verschiedenen Routern durchgeführt.
  • Die Ergebnisse aus diesen Speedtests und aus Beiträgen wie diesem haben wir genutzt, um Preis und Geschwindigkeit gegenüberzustellen.
  • Für die folgende Grafik haben wir sieben Router untersucht.

Wie man in der Grafik gut erkennen kann, gibt es eine Korrelation zwischen erreichter Geschwindigkeit und dem Preis.

Den einzigen auffälligeren Ausreisser stellt der Netgear AC797 dar, welcher im Test nur eine Geschwindigkeit von 35 Mbit/s erreichte – bei einem Preis von mehr als 150€. Natürlich kann es sich hierbei aber auch um einen Messfehler handeln – etwa weil gerade besonders viele Menschen gleichzeitig gesurft haben und dadurch das Netz in der Mobilfunkzelle überlastet war.

Alles in allem zeigt diese Analyse aber, dass es doch eine Verbindung zwischen Preis und Geschwindigkeit gibt. Vor allem der Vorsprung des Netgear Nighthawk M2 macht dies deutlich.

Das Gerät ist zwar um einiges teurer als alle anderen Geräte, aber auch viel schneller.

datenanalyse

Methodik: Wieviel kostet ein mobiler Wlan Router?

Bei Alltagsgegenständen ist es leicht, Dinge in “teuer” und “günstig” zu kategorisieren.

Mobile Wlan Router werden jedoch nicht allzu oft gekauft und die Anzahl an verschiedenen Geräten ist hoch. Deshalb fällt es vielen Käufern schwer, eine Preis-Einschätzung durchzuführen.

Aus diesem Grund haben wir eine Analyse durchgeführt: Nach dem Lesen dieses Insights-Artikels wissen Besucher von mobilewlanrouter.net, wann von einem teuren Router die Rede ist und wieviel die Router im Durchschnitt kosten. Die weiteren Erkenntnisse aus der Analyse sollen dabei helfen, eine vernünftige Kaufentscheidung zu treffen.

Für die Untersuchung wurden hauptsächlich Preisdaten des Online-Shops Amazon.de verwendet. Ältere Preise von Produkten haben wir mit dem kostenlosen Programm Keepa.com herausgefunden, welches automatisch generierte historische Preisdiagramme für Produkte auf den Seiten von Amazon anzeigt.

Die Untersuchung der monatlichen Tarifkosten für mobile Router wurde mithilfe des Vergleichsrechners auf mobilewlanrouter.net durchgeführt. Dieser erlaubt die Suche nach den günstigsten Tarifen – gefiltert nach Datenvolumen und anderen Parametern.

Als letzter Punkt wurde im Insights-Artikel die erreichte Speedtest-Geschwindigkeit in Relation zu den Preisen gesetzt. Dabei wurden die Daten aus vergangenen Tests verwendet, die wir für die Produktberichte auf mobilewlanrouter.net durchgeführt haben. Hierbei ist zu beachten, dass die erreichte Speedtest-Geschwindigkeit auch von der Tageszeit abhängt und nicht immer das vollständige Leistungsspektrum des Routers widerspiegelt. Trotzdem konnte eine Korrelation zwischen Preis und Geschwindigkeit dargestellt werden.

Du findest alle Rohdaten und mehr Infos zu unseren Preisanalysen in dieser Google Sheets-Datei.

FAQ: Fragen & Antworten zum Thema

Die Beantwortung dieser Frage hängt natürlich von den eigenen Vorstellungen an das Gerät ab.

Mit den Daten aus dem Insights-Artikel können wir jedoch eine ungefähre Einschätzung zu den Preisen abgeben.

Bis 80€ ist von günstigen oder eher günstigen Routern die Rede. Der mittlere Preisbereich liegt zwischen 80€ und 130€. Ab 130€ sprechen wir von eher teuren oder teuren Geräten.

Dabei muss man beachten, dass vor allem die günstigeren Router über ältere LTE-Versionen verfügen, was auch in einer langsameren Geschwindigkeit resultiert. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Auch unsere Gegenüberstellung von Preis und Geschwindigkeit hat gezeigt, dass einige teure Produkte (wie der Netgear Nighthawk M2) zwar vergleichsweise viel kosten, aber auch die mit Abstand schnellsten Downloadgeschwindigkeiten bieten.

Am Ende ist es immer eine Abwägung von Preis und Leistung. Mit den Routern im mittleren Preisbereich macht man oberflächlich gesehen sicherlich nichts falsch – doch es lohnt sich vor jedem Kauf, einen Blick in die Testberichte und Bewertungen zu werfen.

Die monatlichen Kosten hängen hauptsächlich vom gewünschten Datenvolumen ab.

Im Insights-Artikel wurden die Kosten von drei Tarif-Arten (5 GB, 10 GB & 20 GB) untersucht.

Wer nur wenig surft und mit 5 GB zufrieden ist, findet schon passende Tarife ab 5,99€. Die meisten Tarife in diesem Bereich kosten jedoch etwa 9,99€.

Im 10 GB-Bereich zahlt man meist 11,99€ oder 14,99€. Zwar haben wir auch einen Tarif für 6,99€ gefunden – dieser hat jedoch eine unattraktive Mindestlaufzeit von 24 Monaten.

Für Menschen, die ein größeres Datenvolumen brauchen, eignen sich Tarife mit 20 GB oder mehr. Hier fanden wir die meisten Angebote für 19,99€.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir unseren Tarifrechner. Dieser wird automatisch aktualisiert und zeigt nach Angabe der gewünschten Parameter die geeigneten Tarife an.

Wir sprechen von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn sowohl die Kosten als auch die gebotenen Funktionen in Einklang stehen.

Wenn wir uns die Grafik mit der Gegenüberstellung von Geschwindigkeit und Preis ansehen, dann hat der TP-Link Archer MR600 AC 1200 in dieser Untersuchung die Nase vorn.

Der Router kostet zwar nur um die 100€, bietet jedoch eine Geschwindigkeit von 45,31 Mbit/s.

Das individuelle Preis-Leistungs-Verhältnis hängt aber auch von den eigenen Vorstellungen ab. Wer etwa einen besonders schnellen LTE Router sucht, dürfte auch im Nighthawk M2 ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis sehen – auch wenn der Router mehr als 380€ kostet.

Um die Preisveränderungen bei den einzelnen Routern zu untersuchen, haben wir uns die Preisdiagramme zu den einzelnen Produkten angesehen.

Wie im folgenden Screenshot gut sichtbar (Preisdiagramm des Netgear Nighthawk M2), gibt es im Laufe eines Jahres Preisschwankungen.

Diese sind jedoch bei Routern immer unterschiedlich und wir haben kein genaues Muster gefunden, welches darauf hindeuten würde, dass Router beispielsweise in einer bestimmten Jahreszeit günstiger sind als sonst.

Wir empfehlen, den Preis über einen längeren Zeitraum zu beobachten und zuzuschlagen, wenn das Gerät günstiger wurde.

Unsere Untersuchung hat nämlich gezeigt, dass die meisten mobilen Wlan Router einem Preisverfall unterliegen. Der Großteil der untersuchten Router war nach einem Jahr nämlich günstiger als 365 Tage vorher.

In der Untersuchung war kein anderer Hersteller so oft in den Kategorien "Günstig" und "Eher Günstig" vertreten wie TP-Link.

Das Unternehmen produziert Router im großen Stil – und schafft es bei den meisten Geräten, die Preise klein zu halten.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen – so rutscht der TP-Link M7350 mit seinem Preis etwa in die Kategorie "Eher Teuer".

Ein weiterer Hersteller mit günstigeren Produkten ist HUAWEI. In unserer Liste ist das Unternehmen mit zwei Produkten in den günstigeren Kategorien vertreten.

Im Gegensatz dazu steht der Hersteller Netgear: Kein einziges Produkt von Netgear ist in den Kategorien "Günstig", "Eher Günstig" oder "Mittel".

Das Unternehmen verkauft also eher Router im höherpreisigen Segment – doch hier bekommt man für den Preis auch gute Leistung. Wie unsere bisherigen Tests gezeigt haben, ist der Netgear Nighthawk M2 mit Abstand der schnellste Router in unseren Vergleichen.

Es wird sich zeigen, wie sich der Markt der mobilen Router in Zukunft entwickeln wird.

Wie hat Corona das Internet verändert?

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Wie hat Corona das Internet verändert?

Das Coronavirus überschwappte im Frühjahr 2020 wie eine Welle den gesamten Globus und damit auch Deutschland. Für viele war es ein Schock – die bisher altbekannte Normalität wurde auf den Kopf gestellt.

Besonders bemerkbar hat sich die Krise auch in der digitalen Welt gemacht. Home Office war plötzlich nicht mehr ein Nischenmodell weniger IT-Firmen, sondern allgemeine Empfehlung für alle Berufsgruppen, bei denen es möglich ist.

Corona hatte somit seit Februar 2020 große Auswirkungen auf die gesamte Internetlandschaft. Die Krise war für digitale Branchen einerseits eine große Chance, andererseits wurden viele Unternehmen aber auch vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt.

Seit dem Ausbruch der Krise wurden viele verschiedene Studien zu den Auswirkungen von Corona auf das Internet und die digitale Welt durchgeführt.

Wir möchten in diesem Insights-Artikel wichtige Erkenntnisse aus diversen Studien zusammenfassen und zum Abschluss ein umfassendes Fazit ziehen: Wo steht das Internet jetzt, nach mehr als einem Jahr Pandemie?

Corona und die Nutzung digitaler Medien

Nach den ersten harten Lockdowns wurde im Mai 2020 eine Erhebung zur Nutzung digitaler Medien in Deutschland von respondi veröffentlicht. Dabei wurden 500 Menschen zwischen 14 und 69 Jahren zwischen März und Mai befragt, welche digitalen Medien sie in der letzten Woche viel mehr genutzt haben.

  • Die stärkste Nutzung von Internet und Social Media wurde dabei in der Woche um den 14. April gemeldet. Hier gaben 53% der Befragten an, das Internet inklusive Social Media viel mehr genutzt zu haben.
  • Generell stand Internet inklusive Social Media hoch im Kurs – verglichen mit Streaming, Computerspielen und Podcasts war diese Antwort die am meisten genannte.
  • Am niedrigsten war das Interesse zwischen März und Mai 2020 an Podcasts, wobei die Woche um den 27. April den höchsten Wert mit 17% markiert.

Im Zeitraum zwischen dem 17. und 23. März, als sich die erste Corona-Welle in Österreich dem Höhepunkt näherte, wurden im Alpenland 500 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren mit einer ähnlichen Frage konfrontiert. “Wie oft haben Sie das Internet (auf Telefon, Tablet oder Computer) seit dem Ausbruch der Krise genutzt?”

  • 55% der Befragten gaben an, das Internet mehr als üblich oder viel mehr als üblich genutzt zu haben. “Wie üblich” gaben 41% an.
  • 30% der Befragten gaben an, berufstätig zu sein und von zu Hause aus arbeiten zu können. 38% sind zwar berufstätig, können jedoch nicht von zu Hause aus arbeiten. 32% der Befragten sind nicht berufstätig.

Zusammenfassung:
An den beiden Studien erkennt man, dass bereits im Laufe des ersten Lockdowns das Interesse am Internet stieg. Das Interesse an Podcasts blieb – verglichen mit anderen Medienformen wie Streaming oder Computerspielen – aber gering.

Der Lockdown-Effekt auf den globalen Internetverkehr

Eine internationale Gruppe von Forschern hat in einer groß angelegten Studie analysiert, wie sich die Lockdowns auf den Internet-Traffic ausgewirkt haben. Als Datenquelle wurden dabei die Statistiken großer europäischer Internetanbieter und Knotenpunkte genutzt.
Die Studie liefert interessante Daten:

  • Der durchschnittliche Internet-Traffic stieg am Beginn des ersten Lockdowns um 15 – 20%.
  • Die Infrastruktur ist nach Ansicht der Studienautoren in der Lage, diese Steigerung an Internet-Traffic problemlos zu bewältigen.
  • Dies liegt daran, dass die meisten Traffic-Zuwächse außerhalb der traditionellen Stoßzeiten messbar waren.
  • Vor Corona gab es am Wochenende oder am Abend immer wieder Traffic-Peaks. Während der Pandemie hat sich der Internetverkehr gleichmäßig über die gesamte Woche verteilt.
  • Zwar stieg auch der Traffic von “Hypergiants”, wie etwa Streaming-Diensten, doch der relativ größte Traffic-Zuwachs war bei Home-Office-Anwendungen wie VPNs oder Konferenzsoftware zu verzeichnen. In diesen Bereichen stieg der Internetverkehr um mehr als 200%.
  • Beim großen Internetknotenpunkt in Frankfurt (DE-CIX) stieg der Stoßzeiten-Traffic um 2,2 Tbit pro Sekunde gegenüber 2019.
  • Im Jahresvergleich ist diese Steigerung am DE-CIX die größte in der Geschichte des Internetknotens.

Zusammenfassung:
Bereits in der ersten Lockdown-Periode stieg das Traffic-Volumen um 15 – 20%, was eine große Steigerung in einer kurzen Zeitperiode bedeutet. In Relation zu klassischen “Internetgiganten” stieg jedoch der Traffic bei Home-Office-Anwendungen wie VPNs oder Konferenzsoftware deutlich stärker.

Corona und die Gesellschaft im Internet

Die Kommunikations-Agentur JIN hat im Juni des Jahres 2020 eine Studie zum Online-Nutzungsverhalten während der ersten Phase der Corona-Pandemie veröffentlicht. Durch die gehäufte Nutzung des Internets stiegen auch die Sorgen der Deutschen – vor allem im Bezug auf Fake News.

  • 45% der Studienteilnehmer gaben an, Sorgen wegen der Verbreitung von Fake News zu haben.
  • Auch die Sorgen um die Auswirkungen der Technologie auf das Alltagsleben sind erheblich – vor allem bei der Generation Z (37%, zwölf Prozent mehr als in anderen Altersgruppen).

Die auch "Zoomer" genannte Generation Z ist eine Gruppe von Menschen, die zwischen 1997 und 2012 auf die Welt gekommen sind. Die Generation Z stand / steht in ihrer Jugend besonders unter dem Einfluss digitaler Medien – mehr als jede Gruppe vor ihr. Die Zoomer sind älteren Menschen in Sachen Technologie und Internet deshalb intuitiv überlegen.

Die digitale Kluft zwischen Alt und Jung wächst. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung nochmals verschärft.

  • 48% der Generation Z gaben an, sich seit der Krise wohler im Internet zu fühlen.
  • Bei den Über-50-Jährigen waren es nur 16%.
  • Doch die Kluft besteht nicht nur im Alter, sondern auch im Einkommen.
  • Dieses hängt nämlich mit der Nutzung von Computerspielen und Online-Nachrichtenangeboten zusammen. Gaming ist bei 31% der Menschen mit niedrigerem Einkommen populär, während nur 21% der Menschen mit höherem Einkommen online spielen.
  • 62% der Menschen mit höherem Einkommen konsumieren Online-Nachrichten, während nur 55% der Menschen mit niedrigem Einkommen die digitale Nachrichtenwelt verfolgen.

"Alte" Medien in Zeiten der Pandemie

Eine Langzeitstudie der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland zur Massenkommunikation untersuchte die Mediennutzung in Deutschland während der ersten Phasen der Corona-Krise im Frühjahr 2020.
Die Mediennutzung stieg nach den Erkenntnissen der Studie deutlich an – sowohl klassische, als auch digitale Medien.

  • Die tägliche Mediennutzung steigerte sich während des Lockdowns um 33 Minuten.
  • Die Videonutzung legte am deutlichsten zu – mit 28 Minuten pro Tag.
  • Obwohl das klassische Fernsehen von manchen Medienanbietern schon totgesagt wurde, konnte das TV im Corona-Lockdown eine Renaissance erleben.
  • Die Nutzung des linearen Fernsehens stieg während des ersten Lockdowns um 14 Minuten.
  • Kostenpflichtige Streamingdienste (etwa Netflix oder Amazon Prime) legten um 9 Minuten täglich zu.
  • Eine Steigerung konnte aber auch die Videoplattform YouTube verzeichnen: In Deutschland steigerte sich der YouTube-Videokonsum um 4 Minuten pro Tag.

Interessante Daten liefert die Studie auch, was Bücher und Texte betrifft. Hier zeigt sich, dass es während des Lockdowns auch einen Anstieg beim Konsum textbasierter Medien gab.

  • Die Tagesreichweite von Büchern stieg um 4 Prozentpunkte.
  • Die größten Zuwächse beim Buchkonsum gab es bei jungen Lesern zwischen 10 und 19 Jahren (32% häufiger)!
  • In den mittleren Altersgruppen haben Tageszeitungen gegenüber dem Internet verloren. Dies zeigt, dass sich immer mehr Menschen online zum aktuellen Tagesgeschehen informieren.

Zuletzt wurde auch noch abgefragt, wo sich die Studienteilnehmer über das politische Geschehen informieren.

  • Dabei wurde erkenntlich, dass die Wertschätzung junger Leute (14 bis 29 Jahre) für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk während des Lockdowns gestiegen ist: Insbesondere, was Kompetenz und Unabhängigkeit betrifft.
  • In allen Altersgruppen wurden die öffentlich-rechtlichen Angebote sehr gut in Sachen Kompetenz, Relevanz und Glaubwürdigkeit bewertet.
  • Vor allem soziale Medien erfuhren während der Corona-Krise eine Imageverschlechterung – hauptsächlich, was glaubwürdige Inhalte betrifft.

Zusammenfassung:
Insgesamt steigerte sich der Medienkonsum in Deutschland während des ersten Lockdowns, wobei vor allem Video- und Textangebote davon profitieren konnten. Was Kompetenz, Relevanz und Glaubwürdigkeit betrifft, wurden öffentlich-rechtliche Angebote im Vergleich zu sozialen Medien deutlich besser bewertet. Interessant ist, dass es auch eine Steigerung beim Buchkonsum gab.

Corona und das Internet in ärmeren Ländern

Obwohl es in manchen Studien den Anschein macht, dass die Internetinfrastruktur weltweit gleich gut auf den Ansturm in der Corona-Pandemie gerüstet war, ist dem nicht so – das beweist etwa die Case Study von Internetsociety.org, die im März 2021 veröffentlicht wurde. Länder mit einem besseren Ausbau von Breitbandangeboten reagierten besser auf den Internetansturm als Länder, in denen der Ausbau des Internets hinterherhinkt.
Die Ergebnisse der Studie (Auswahl):

  • Der globale Peak-Traffic steigerte sich um 47%.
  • Je mehr Glasfaser-Anschlüsse es in einem Land gibt, desto weniger starke Traffic-Spikes gibt es.
  • Während der Pandemie gaben fast 80% der Befragten in Afghanistan an, regelmäßige Performance-Probleme mit dem Internet zu haben.
  • In Sri Lanka gaben weniger als 60% der Befragten an, Probleme mit dem Internet zu haben.

Zusammenfassung:
Obwohl es in den entwickelten Ländern nicht den Anschein machte, kam die Internet-Infrastruktur in ärmeren Ländern durch die Corona-Pandemie unter Druck – etwa in Afghanistan.

Corona und die digitale Wirtschaft

Die digitale Wirtschaft spürte kurzfristig negative Folgen durch Corona, wird langfristig jedoch stark davon profitieren. Das zeigt etwa die Studie zur Internetwirtschaft, welche von Eco ausgegeben wurde.

  • Die Krise sorgte kurzzeitig für einen Umsatzrückgang um 1,2% in 2020.
  • Die Branche wird nachhaltig wachsen, da es Katalysatoreffekte im Ausbau digitaler Infrastrukturen geben wird.
  • In der Studie gehen die Autoren davon aus, dass die Online-Wirtschaft bis 2025 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 9,5% aufweisen wird.
  • Auch die Bedeutung der Internetbranche an der gesamten deutschen Wirtschaft wird demnach steigen.

Fazit: Wie hat Corona das Internet verändert?

Die Pandemie hat sich nicht nur kurzfristig auf den Datenverkehr im Internet ausgewirkt, sondern wird auch langfristig die Entwicklung digitaler Technologien beeinflussen.

Während der ersten Lockdowns stieg zwar der gesamte Internet-Traffic, den größten Zuwachs gab es jedoch beim Datenverkehr durch Videokonferenzen und andere Home-Office-Anwendungen.

In Deutschland profitierten im Medienbereich vor allem Video- und Textangebote von der vermehrten Mediennutzung. Die Studienlage zeigt außerdem, dass die öffentlich-rechtlichen Angebote in Deutschland trotz gesellschaftlicher Veränderungen großteils noch immer als kompetent und vertrauenswürdig eingestuft werden.

Die Studien zeigen, dass es auch eine digitale Einkommensschere gibt: Online-Gaming ist bei Menschen mit geringerem Einkommen beliebter, während der regelmäßige Konsum von Nachrichten bei Menschen mit höherem Einkommen populärer ist.

Eine Spaltung gibt es aber auch global gesehen: Während in der “entwickelten Welt” kaum Performance-Probleme im Internet feststellbar waren, kam in ärmeren Ländern die Internet-Infrastruktur unter Druck.

Für die Zukunft kann davon ausgegangen werden, dass sich die Internetbranche nachhaltig und mit starken Zuwächsen weiterentwickeln wird – die Corona-Krise stellte im Bereich Digitale Technologien nur einen kleinen Knick dar, der jedoch langfristig zu positiven Katalysatoreffekten führen wird.

Quellen:

  • Welche digitalen Medien haben Sie in der letzten Woche benutzt?
    Quelle: Havas Media
    Erhebung durch: respondi
    Herkunftsverweis: Havas Media Corona Monitor
    Statistik: Statista.com
  • Wie oft haben Sie das Internet (auf Ihrem Telefon, Tablet oder Computer) seit Ausbruch der Corona-Krise genutzt?
    Quelle: MindTake
    Erhebung durch: MindTake
    Herkunftsverweis: #zuhausebleiben
    Statistik: Statista.com
  • The Lockdown Effect: Implications of the COVID-19 Pandemic on Internet Traffic
    Anja Feldmann, Oliver Gasser, Franziska Lichtblau, Enric Pujol, Ingmar Poese, Christoph Dietzel, Daniel Wagner, Matthias Wichtlhuber, Juan Tapiador, Narseo Vallina-Rodriguez, Oliver Hohlfeld, and Georgios Smaragdakis. 2020. The Lockdown Effect: Implications of the
    COVID-19 Pandemic on Internet Traffic. In Internet Measurement Conference (IMC ’20), October 27–29, 2020, Virtual Event, USA. ACM, New York, NY, USA, 18 pages.
    https://doi.org/10.1145/3419394.3423658
    Quelle: Studie (PDF)
  • JIN & Opinionway Studie
    Quelle: Beitrag im E-Commerce-Magazin
  • ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudie
    von Birgit van Eimeren, Bernhard Kessler und Thomas Kupferschmitt
    Quelle: Studie (PDF)
  • COVID-19 Impact on Internet Performance
    Case Study of Afghanistan, Nepal and Sri Lanka
    Quelle: Internetsociety.org
  • Studie zur Internetwirtschaft 2020-2025
    Quelle: Eco.de