TP-Link Archer MR600 Test

TP-Link Archer MR600

8.9

Produktbewertung

8.7/10

Preis-Leistungs-Verhältnis

9.0/10

Pros

  • LTE Cat6
  • bis zu 300 Mbit/s
  • externe LTE Antennen
  • umfangreiches, modernes Interface
  • mit 4 Ethernet-Ports

Cons

  • kein Akku
  • nur für den stationären Gebrauch

TP-Link Archer MR600Der TP-Link Archer MR600 AC1200 ist ein LTE Router für den stationären Gebrauch. Das Gerät des Herstellers TP-Link unterstützt LTE Cat6 und soll somit eine theoretische maximale Downloadrate von 300 Mbit/s erreichen.

Zwar ist der Router wegen seiner Größe eher nicht für den mobilen Gebrauch geeignet, doch Zuhause oder im Büro könnte der Archer MR600 seine Vorteile ausspielen.

Wir haben den Router getestet, da er uns mit mehr als 4.900 großteils positiven Bewertungen in diversen Online-Shops aufgefallen ist.

Mit einem Preis von etwa 120€ gehört der LTE Router noch zu den günstigeren Geräten. Könnte das Gerät ein Geheimtipp für die eigenen vier Wände sein? Das erfährst du in diesem Testbericht.

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Angebot
TP-Link Archer MR600 AC1200 LTE Router Dualband 4G + Cat6-Gigabit-WLAN Router (300 Mbit/s im Download, Dualband, 300 Mbit/s 2.4GHz und 867Mbit/s 5GHz + frei konfigurierbarer LAN/WAN-Port) schwarz
  • Ultraschnelle Geschwindigkeit - Unterstützt Cat6 zum Beschleunigen der Downloadraten von bis zu 300Mbit/s
  • Mehrere Anschlussmöglichkeiten - Vier Gigabit-LAN-Ports zur zuverlässigen kabelgebundenen Netzwerkverbindung für bandbreitenintensive Geräte
  • Plug and Play – Keine Konfiguration notwendig, kompatibel mit allen gängigen SIM-Karten auf der Welt

TP-Link Archer MR600 AC1200 Test

TP-Link Archer Test

Lieferumfang

Der TP-Link Archer MR600 wird in einer auffälligen türkisen Verpackung geliefert.

Bereits auf der Außenseite gibt es mit dem 4G+ Logo und angeschriebenem LTE Cat6 die Versprechung, dass der moderne Router bis zu 300 Mbit/s im Download schaffen soll. Auffällig ist auch die 3-jährige Garantie.

TP-Link Archer MR600 AC1200

Nach dem Auspacken erwarten einen die klassischen Inhalte einer Router-Verpackung.

Neben dem eigentlichen Router werden zwei 4G LTE Antennen, ein Ethernet-Kabel, das Stromkabel sowie ein Quick Installation Guide geliefert.

TP-Link Inhalt

Was die Antennen betrifft, so gibt es auf der Produktseite widersprüchliche Angaben – in der Produktbeschreibung ist nämlich von einem guten Wlan-Signal die Rede, welches dank der 4G LTE Antennen zustande kommt?

Wir gehen für diesen Test davon aus, dass es sich um zwei externe LTE Antennen handelt.

Maße

Wie bereits in der Einleitung beschrieben, kann der TP-Link Archer MR600 nur bedingt mobil zum Einsatz kommen.

Zwar ist der Router mit ca. 250 Gramm sehr leicht, doch verglichen mit anderen LTE Routern wird klar – dieses Gerät wurde für den stationären Einsatz gemacht. Der Archer MR600 misst 22,9 x 16 Zentimeter.

Größenvergleich: Netgear Nighthawk M2, Akku des M2 und TP-Link Archer MR600

TP-Link gibt in der Produktbeschreibung an, dass man den Router daheim, im Wohnwagen, in einem Outdoor- oder Pop-Up-Store oder im Urlaub verwenden kann.

Das deckt sich mit unserer Erfahrung: Das Gerät ist schnell betriebsbereit (es müssen nur die externen Antennen eingeschraubt werden) und sehr leicht – gute Voraussetzungen.

Wegen der Größe kann man den TP-Link Archer MR600 jedoch nicht in der Hosentasche mitnehmen. Im Rucksack wäre es möglich.

Mobiles Netz & Wlan

LTE MastBeim Archer MR600 handelt es sich um einen Router mit LTE Cat6. Damit ist eine theoretische maximale Geschwindigkeit von 300 Mbit/s möglich.

“Cat” steht dabei für die Kategorie der LTE Version. Je höher die Kategorie, desto aktueller und desto höhere Datenübertragungsraten sind möglich. Zum Vergleich: Der Netgear Nighthawk M2 unterstützt LTE Cat20.

Mit LTE Cat6 ist zweifache Carrier-Aggregation möglich und MIMO 4×4 wird unterstützt. Das bedeutet: Es können Kanäle im gleichen oder in unterschiedlichen Frequenzbereichen gebündelt werden, was den Datendurchsatz erhöht.

LTE Cat6 dürfte für die meisten privaten Nutzer in ländlichen Regionen ausreichend sein. In Gebieten mit gut ausgebauter Infrastruktur dürften sich auch Modems mit höheren LTE Versionen (etwa Cat20) auszahlen.

Da der TP-Link Archer MR600 über zwei externe Antennen verfügt, ist die Verbindung zum mobilen Netz besser, als mit Geräten ohne Antenne. Das ist uns auch im Test aufgefallen.

Die externen Antennen werden auf der Rückseite des Routers eingeschraubt.

Rückseite Animation

Was das Wlan Netzwerk betrifft, so unterstützt das Gerät einige interessante Zusatzfeatures, die die Leistung verbessern sollen.

2,4GHz und 5GHzZum einen funkt der Router nicht nur im 2,4 GHz-Netz, sondern auch mit 5 GHz. 5 GHz kann in dicht besiedelten Wohnräumen mit vielen verschiedenen Netzwerken ein deutlich besseres Surferlebnis bieten, die Reichweite ist jedoch eingeschränkter.

Für die Verbesserung der Stabilität des Funknetzwerks arbeitet der Archer mit Produkten aus der TP-Link OneMesh-Serie zusammen.

Die OneMesh-Produkte dienen als Repeater und sollen in Kombination mit dem Archer MR600 ein stabiles Mesh-Netzwerk aufbauen, welches eine schnelle Wlan Verbindung für den gesamten Haushalt ermöglicht.

In unserem Test hat der Wlan Router auf zwei Stockwerken ein gutes Signal (ohne Repeater) ermöglicht.

Übrigens: Der TP-Link Archer MR600 kann ein Wlan Netzwerk für bis zu 64 Geräte gleichzeitig herstellen. Damit das Surfen dann aber noch für alle angenehm ist, sollte man über eine rasante LTE+ Verbindung verfügen.

Der Router kann auch als stationäres Ethernet-Modem dienen.

Auf der Rückseite gibt es nämlich gleich 4 Lan-Ports für die Verbindung von kabelgebundenen Geräten. Einer davon kann auch als Wan-Port genutzt werden.

Router Rückseite

Für Anwendungen, bei denen eine sehr geringe Latenz und maximale Geschwindigkeit erforderlich ist, empfehlen wir immer die Nutzung einer Lan-Verbindung.

Speedtest

Screenshot von Speedtest.net

Butter bei die Fische: Welche Geschwindigkeiten sind real möglich?

Natürlich ist es bei so einem Speedtest nicht möglich, die reale Geschwindigkeit für alle Leser zu beschreiben – hier spielen zu viele Variablen eine Rolle.

Wir können das Gerät jedoch in Relation zu einem anderen Router stellen und damit zeigen, was potentielle Käufer vom Produkt erwarten dürfen.

Wir vergleichen im Folgenden den TP-Link Archer MR600 AC1200 mit dem Netgear Nighthawk M2.

  • Beide standen für den zeitversetzten Test nebeneinander und hatten die gleiche SIM-Karte mit dem selben Tarif.
  • Der Tarif ist von Drei Österreich und ermöglicht eine theoretische maximale Downloadrate von 150 Mbit/s.
  • Der TP-Link Archer MR600 durfte im Test die eigene externe LTE Antenne nutzen, der Netgear Nighthawk M2 die an der Außenwand des Gebäudes angebrachte Outdoor Antenne.

Zuerst war der TP-Link Archer MR600 dran.

  • Testvorbereitung: SIM-Karte rein, Antennen anschrauben und Router einschalten.
  • Relevant ist für uns der zweite Speedtest, da wir mit dem ersten Speedtest die Verbindung “aufwärmen”. Bei LTE ist es nämlich so, dass die Verbindungsrate am Anfang eines Downloads kontinuierlich steigt, bis das mögliche Maximum erreicht ist.
  • Im zweiten Speedtest wurde ein Ping von 29 Millisekunden erreicht. Die maximale Downloadrate beträgt 45,31 Mbit/s, die maximale Uploadrate 15,62 Mbit/s.
  • Diese Geschwindigkeit reicht für schnelles Surfen im Internet – auch fürs Streamen. Problematisch wird es erst, wenn viele Wlan Nutzer gleichzeitig etwas schauen oder streamen möchten.

Speedtest Archer

Jetzt ist der Vergleichskonkurrent dran: Der Netgear Nighthawk M2.

  • Testvorbereitung: SIM-Karte rein, externe Außenantenne verbinden und Router einschalten.
  • Auch hier dient der erste Speedtest als Aufwärmrunde.
  • Der zweite Speedtest zeigt uns einen Ping von 30 Millisekunden (1 ms mehr), jedoch eine deutlich schnellere Verbindung zum Internet.
  • Hier wird eine Downloadrate von 73,65 Mbit/s und eine Uploadrate von 26,30 Mbit/s angezeigt.
  • Auch mit vielen angeschlossenen Geräten dürfte es hier keine Probleme geben – das ist sehr schnelles Internet.

Speedtest Netgear

Wie sich im Speedtest gezeigt hat, ist der Netgear Nighthawk M2 dem TP-Link Archer MR600 bei der Geschwindigkeit voraus.

Dies liegt hauptsächlich an der aktuelleren LTE Technik, die im Nighthawk M2 verbaut ist.

Auch die Nutzung der Außenantenne hat dem Nighthawk M2 einen kleinen Vorteil gegeben.

Zusammenfassung: Zwar ist der Netgear Nighthawk M2 dem Archer MR600 bei der Geschwindigkeit überlegen, doch das war wegen LTE Cat20 beim Nighthawk und der Nutzung der Außenantenne auch zu erwarten. Durch geschicktere Positionierung und die Nutzung einer besseren Antenne könnte man bestimmt auch beim Archer MR600 noch etwas mehr rausholen.

Konfiguration & Webinterface

Neukonfiguration

Es ist kinderleicht, den TP-Link Archer MR600 AC1200 betriebsbereit zu machen. Im Test war der Zugang zum Internet in weniger als 5 Minuten hergestellt.

Zuerst werden die LTE Antennen an den Router geschraubt und die micro SIM-Karte in das Gerät gesteckt. Anschließend muss nur noch das mitgelieferte Stromkabel verbunden werden und der Power-On-Knopf auf der Rückseite betätigt werden.

Sobald diese Sachen erledigt sind, startet der Router automatisch und stellt eine Verbindung zum Internet her.

Es ist möglich, dass die SIM-Karte über eine PIN verfügt. Diese muss dann über das Webinterface eingegeben werden.

TP-Link Webinterface

Das Webinterface wird über die Domain tplinkmodem.net aufgerufen – das geht natürlich nur, wenn das genutzte Gerät mit dem mobilen Router verbunden ist.

Beim ersten Aufruf des Webinterfaces muss ein Admin-Passwort gesetzt werden.

Nach dem Einloggen erwartet den Nutzer ein modernes und aufgeräumtes Konfigurationsinterface. Neben der Möglichkeit des “Quick Setup” gibt es auch die Tabs “Basic” und “Advanced”.

Für die meisten Einstellungen reicht das Basic-Menü, bei komplexeren Konfigurationswünschen muss aber der Advanced-Tab aufgerufen werden.

Anfangs werden auf den ersten Blick die verbundenen Geräte angezeigt. Praktisch ist auch, dass aus den komplizierten Signalwerten eine für den Benutzer leicht lesbare “Signal Strength” im Prozentbereich errechnet wird. Je höher der Wert, desto besser ist der Empfang.

Im Webinterface ist der Service von Speedtest.net direkt integriert. Es besteht also die Möglichkeit, die Geschwindigkeit direkt über das Interface zu überprüfen.

Advanced Einstellungen

Ein Blick in den Advanced-Tab zeigt, dass der Router eine Fülle an nützlichen Funktionen zur Konfiguration bietet.

Unter anderem können Eltern Webseiten sperren, es kann QoS aktiviert werden und der Router kann für die Verbindung mit einem VPN eingestellt werden.

Was ist QoS? Normalerweise werden in jedem Netzwerk alle Datenpakete gleich behandelt. Das ist oft aber kontraproduktiv, denn Sprach- oder Videochats sollten priorisiert behandelt werden, um die bestmögliche Qualität zu erreichen. Hier kommt QoS zum Einsatz: Der Router vergibt verschiedene Prioritätsklassen an Datenpakete. Damit wird erreicht, dass wichtige Anwendungen mehr Bandbreite bekommen – und etwa unwichtige Hintergrund-Downloads verlangsamt werden.

Weiters bestehen Einstellungen für ein Wlan Gastnetzwerk, NAT-Portforwarding und Einstellungen für einen virtuellen Server.

Wer also einen LTE Router mit vielen Möglichkeiten zur komplexen Internet-Konfiguration sucht, der könnte im TP-Link Archer MR600 das passende Gerät für sich gefunden haben. Die komplexeren Einstellungsmöglichkeiten sind etwa für manche Online-Games, für den Betrieb einer eigenen Cloud oder für diverse Webdienste (etwa Überwachungskameras) nützlich.

Fazit: TP-Link Archer MR600 AC1200 Test

TP-Link Router

Der TP-Link Archer MR600 AC1200 ist ein empfehlenswerter und moderner Router für den stationären Gebrauch.

Im Test überzeugte das Gerät mit einer guten Geschwindigkeitsperformance und schneller Erstinstallation. Weiters ist uns das Webinterface aufgefallen, welches sowohl für Otto Normalverbraucher als auch für fortgeschrittene Nutzer passende Einstellungsmöglichkeiten bietet.

Dank der zwei externen LTE Antennen erreicht der Router auch indoor gute Signalwerte, die aber einer Outdoor LTE Antenne natürlich nicht das Wasser reichen können.

Der Router unterstützt Wlan auf 2,4 GHz und 5 GHz. Außerdem ist der MR600 AC1200 mit TP-Link OneMesh kompatibel, einer Technologie für integrierte Mesh-Netzwerke.

Obwohl LTE Cat6 für die meisten Regionen ausreichend ist, bauen viele Mobilfunkanbieter ihre Infrastruktur aus. Der Router ist aktuell also noch in Ordnung – für mehrfache Carrier Aggregation ist das Gerät aber nicht geeignet (nur zweifach).

Zusammengefasst empfehlen wir den stationären LTE Router für alle, die einen leistungsfähigen Router mit guten Geschwindigkeitswerten für das eigene Zuhause oder für das Büro suchen. Der Router ist performant und bietet Einstellungsmöglichkeiten für Netzwerkprofis. Negativ ist, dass “nur” LTE Cat6 (max. 300 Mbit/s mit zweifacher Carrier Aggregation) unterstützt wird. Darüber hinaus gibt es keinen integrierten Akku / Batterie.

Letztes Update der Amazon Preisdaten:  7.05.2021. Falsche Preisangaben möglich.