Was ist ein VPN?

VPN-Tunnel
VPN-Tunnel: Sichere Datenhighways für den privaten Austausch von Daten.

Die Abkürzung VPN steht für „Virtuelles Privates Netzwerk“ (oder Englisch: Virtual Private Network). Bei einem VPN handelt es sich um ein geschlossenes Netzwerk, in dem die Teilnehmer privat (unter Ausschluss des restlichen Internets) miteinander kommunizieren, obwohl die Mitglieder auf der ganzen Welt verteilt sein können.

Kurzgesagt: Bei einem VPN sind die einzelnen Teilnehmer direkt miteinander verbunden (wie auch bei Lan-Netzwerken), obwohl sie räumlich getrennt sind. Dies wird durch einen virtuellen „Tunnel“ realisiert.

Sobald man das VPN-Programm seiner Wahl heruntergeladen und installiert hat, kann man auf Netzwerke zugreifen.

Viele Menschen, die von zuhause aus arbeiten, besitzen ein VPN-Programm: Es ermöglicht ihnen, sich mit dem Firmennetzwerk zu verbinden, obwohl sie kilometerweit entfernt sind. Es ist theoretisch sogar möglich, mittels VPN von der anderen Seite der Welt auf ein privates Netzwerk zuzugreifen, sofern man über eine Internetverbindung verfügt.

VPNs werden heutzutage vor allem auch deshalb genutzt, um Geoblocking zu umgehen. Beispiel: In der Türkei ist Twitter verboten und deshalb auch nicht erreichbar. Mit einem VPN ist es möglich, sich privat mit einem deutschen Server zu verbinden und von diesem aus auf Twitter zuzugreifen, obwohl man sich räumlich in der Türkei befindet.

Heutzutage sind alle virtuellen privaten Netzwerke verschlüsselt.

Personen, die nicht über die Zugangsdaten verfügen, können von außen nicht zugreifen und auch nicht einsehen, welche Daten übertragen werden. Daher werden VPNs oft mit Tunneln verglichen.


Wie funktioniert ein VPN?

VPN Funktionsweise

Kunden eines VPN-Anbieters müssen einige Schritte befolgen, um sich mit dem gewünschten Netzwerk verbinden zu können.

Zuallererst installiert man die VPN-Software des Anbieters. Die Software installiert eine virtuelle Netzwerkkarte auf dem Rechner. Der Computer leitet über diese virtuelle Karte dann den gesamten Datenverkehr.

Tipp: Wir empfehlen Hide My Ass VPN – einen der renommiertesten VPN-Anbieter.

Für jeden Nutzer eines solchen Anbieters wird ein neuer Tunnel erstellt. Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, dass sich Nutzer des gleichen Services untereinander ausspähen.

Jedes Programm auf dem Rechner, auf dem die virtuelle Netzwerkkarte installiert wurde, behandelt das VPN nun so, als wäre es ein reales Netzwerk. Im Gegensatz zu einem normalen Netz werden beim VPN jedoch alle Daten verschlüsselt übertragen.

Nachdem man die Software installiert hat, kann man den Server auswählen, zu dem man sich verbinden will. Die Server von solchen Unternehmen sind meist über den ganzen Globus verteilt.

Wenn man sich jetzt beispielsweise mit einem Netzwerk in den USA verbindet, greift man nun scheinbar von Amerika aus auf das Internet zu. Somit kann man nun auf das amerikanische Netflix zugreifen und andere Angebote nutzen, die hierzulande nicht verfügbar sind.

Die Kollegen von ADACOR Hosting haben ein tolles Erklärvideo zu VPNs erstellt:

Wofür kann ich ein VPN nutzen?

VPNs können für viele verschiedene Einsatzzwecke genutzt werden. Hier einige Beispiele:

  • Mediathek schauen: Wenn man gerade im Ausland ist und deutsches Fernsehen schauen möchte, ist das oft nicht möglich, da die Mediatheken deutscher Sender nur von innerhalb Deutschlands erreichbar sind. Mit einem VPN-Server in Deutschland kann man alle Streams und Mediatheken anschauen – auch wenn man sich selber gerade in Mallorca, Rio oder Bangkok befindet.
  • Sperren umgehen: In einigen autoritären Ländern sind Webseiten, wie YouTube, Facebook oder Twitter gesperrt. Ein VPN löst die Sperre auf – das ist zB. besonders praktisch für westliche Touristen in Asien.
  • Sicher surfen: Spätestens seit dem NSA-Skandal ist klar: Wir werden abgehört. Geheimdienste wollen alles über uns wissen. Mit einem VPN macht man es den Behörden deutlich schwerer, denn die Spuren im Internet werden verwischt und das Netzwerk ist verschlüsselt.
  • Zocken: Wer klassische Lan-Spiele zocken möchte, obwohl die Teilnehmer räumlich getrennt sind, der kann VPN-Software wie Hamachi oder Tunngle  verwenden. Diese Programme erstellen einen privaten Tunnel für die Spieler – als würden sie nebeneinander sitzen und als wären die PCs per Lan-Kabel verbunden.
  • Im Firmennetzwerk arbeiten: Fürs Home-Office und für Menschen, die beruflich oft unterwegs sind, eignen sich VPNs ideal: Über den VPN-Tunnel kann man sich mit dem Firmennetzwerk verbinden, als wäre man vor Ort.
  • Filesharing: Viele Nutzer verwenden VPNs um Software über Filesharing-Dienste herunterzuladen.

Warum sollte ich heutzutage ein VPN verwenden?

VPN: Sicher und privatOben haben wir einige Anwendungsbeispiele für virtuelle private Netzwerke präsentiert.

Ganz grundsätzlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass noch nie so viele Menschen mit dem Internet verbunden waren wie heute. Das lockt auch viele Betrüger und Kriminelle.

Ein VPN ist wie eine zusätzliche Schutzschicht zur Firewall und zum Antiviren-Programm: Es schützt davor, dass Daten ausgespäht werden.

Beispiel: Max sitzt im Café und surft auf seinem Laptop, da es gratis Wlan gibt. Er ist gerade dabei, sich ein neues Paar Schuhe zu kaufen und gibt seine Bankdaten auf der Webseite des Online-Shops ein, um die Bestellung abzuschließen. Einpaar Tische weiter weg sitzt Moritz. Moritz hat eine Software, die es ermöglicht, das Wlan auszuspähen und an die Daten anderer Leute zu kommen. Da Max über ein VPN ins Internet gegangen ist, ärgert sich Moritz: Die Daten sind verschlüsselt und er weiß nicht einmal, was Max gerade auf seinem Laptop macht. Hätte Max kein VPN, könnte Moritz all seine Bankdaten einsehen.

Wie sicher ist ein VPN?

Ein VPN unterstützt die Nutzer bei dem Bemühen, anonym im Internet unterwegs zu sein.

Leider sind aber auch VPNs nicht zu 100% sicher: Wie bei allen technischen Geräten gibt es auch hier die Schwachstelle Mensch. Wer wirklich anonym surfen möchte, der muss auch auf Dienste, wie Facebook, Twitter, Instagram oder Google Mail verzichten.

Denn hat man einmal irgendwo seinen Namen eingegeben, wurde das schon auf einem Server gespeichert. Außerdem speichern viele Webseiten Cookies auf dem PC der Nutzer, über den sie den Menschen dann auf seiner Reise durchs Internet tracken können.

Ein weiterer Knackpunkt bei VPNs ist die Auswahl des Anbieters.

Tipp: Wir empfehlen Hide My Ass VPN – einen der renommiertesten VPN-Anbieter.

Wichtig ist, dass man sich für ein Unternehmen entscheidet, welches in einem Land beheimatet ist, in dem Rechtsstaatlichkeit herrscht.

Es macht keinen Sinn, sich für einen VPN-Anbieter in einem autoritären Land zu entscheiden, denn dort können die Behörden jederzeit in die Kundendaten des Unternehmens Einsicht nehmen.

Auch in den USA dürfen Behörden leider in den Akten von VPN-Unternehmen schnüffeln.


Fazit

VPNs haben ihre Vor- und Nachteile.

Einerseits sind virtuelle private Netzwerke tatsächlich eine weitere Schutzschicht, die den Nutzer vor Gefahren im Netz abschirmen kann. Auch die Tatsache, dass man mit einem VPN Geoblocking umgehen kann, ist für viele Nutzer im In- und Ausland praktisch. Wer ein Lan-Spiel mit einem weit entfernten Freund zocken will, sollte sich ebenfalls für die Verbindung über ein verschlüsseltes VPN entscheiden.

Andererseits sollte man bei VPNs auch bedenken, dass es nirgendwo 100%-ige Sicherheit gibt und man dem Anbieter vertrauen muss. Außerdem sollte man auf soziale Netzwerke verzichten, wenn man anonym surfen will.