VPN am iPhone einrichten: Ratgeber & Top 3 VPN-Apps

VPN am iPhoneVPNs sind praktisch und ermöglichen es jedem, privat und ungestört zu surfen. Während VPNs am Computer bei vielen Menschen schon Gang und Gäbe sind, entdecken immer mehr Leute VPN-Verbindungen fürs Smartphone. Genau so wie am PC, ermöglicht ein VPN am Handy das sichere, getunnelte Surfen. Wie Android, unterstützt auch iOS die Konfiguration und Benutzung eines VPNs.

Im folgenden Beitrag zeigen wir, wozu man ein VPN am iPhone gebrauchen könnte, wie man es einrichtet und welche App-Alternativen es gibt.

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VPN auf dem iPhone: Wozu?

VPN auf dem iPhone

Viele stellen sich die Frage, wozu man auf seinem Handy überhaupt eine VPN-Verbindung gebrauchen könnte.

Ähnlich wie auf herkömmlichen Rechnern kann es viele Einsatzmöglichkeiten geben: Die meisten Menschen benutzen einen VPN vor allem dazu, um ein sicheres Gefühl beim Surfen zu haben. Tatsächlich ist das Surfen mit einem VPN deutlich abhörsicherer als der Zugang ohne VPN.

Eine weitere Rolle spielt Geoblocking: Wenn eine Webseite in einem Land nicht erreichbar ist (zB. in China), kann man mit einem VPN die Sperre einfach umgehen und dann die Webseite problemlos aufrufen.

Oft ist es außerdem so, dass Shops oder Streaming-Webseiten nur in manchen Ländern verfügbar sind. Mit einem VPN gaukelt man der Webseite vor, dass man aus diesem Land kommt.


Ratgeber: VPN am iPhone nutzen

iPhone VPNMöchte man ein virtuelles privates Netzwerk auf dem eigenen iOS-Gerät, bzw. auf dem iPhone nutzen, so funktioniert das über zwei Methoden.

Die 1. Methode ist, dass man einen VPN über die Einstellungen des iPhones einrichtet. Die nächste Variante ist jedoch deutlich unkomplizierter.

Bei der 2. Methode lädt man eine App aus dem App Store herunter, welche die Konfiguration für den Nutzer übernimmt. Dann ist es nicht notwendig, selber in den Einstellungen herumzuspielen.

1. VPN am iPhone selbst konfigurieren

Seit einer bestimmten iOS-Version ist es möglich, eine VPN-Verbindung selbst am iPhone einzurichten. Es sind jedoch einige Schritte notwendig, damit es funktioniert.

Zuallererst benötigt man die Zugangsdaten für den VPN.

Wer für einen VPN nicht zahlen möchte, findet bei Google unter der Suche „Free VPN List“ lange Listen mit kostenlosen VPN-Zugängen. Auch bei VPNgate.net gibt es viele Server.

Info: Kostenlose VPN-Zugänge gibt es wie Sand am Meer. Hier hat man jedoch keine Garantie, dass nicht doch andere Personen lauschen. Außerdem sind Gratis-VPNs meist sehr, sehr langsam.
Weiter unten stellen wir qualitative, kostenpflichtige VPNs fürs iPhone vor.

Sobald man sich für einen VPN entschieden hat, geht’s ans Konfigurieren der Verbindung.

iPhone-EinstellungenDazu öffnet man die Einstellungen auf dem iPhone (oder einem anderen iOS-Gerät) und wählt den Menüpunkt „Allgemein“.

Dort findet man den Schriftzug „VPN“. Nach einem Touch darauf ist es möglich, einen neuen VPN-Zugangspunkt zu definieren.

iPhone VPN verbinden

Da iOS-Geräte (ohne zusätzliche App) nur L2TP, bzw. IPsec unterstützen, benötigt man einen VPN, der mit diesen Protokollen kompatibel ist.

Die meisten VPNs arbeiten aber über das OpenVPN-Protokoll. Damit man dieses auf dem iPhone verwenden kann, gibt es die kostenlose OpenVPN-App: Dann funktioniert’s!

VPN iPhone konfigurieren

Aktuelles PureVPN Angebot: PureVPN Angebot

Sobald der richtige VPN-Typ ausgewählt und alle Daten eingetragen wurden (Hostname/IP-Adresse und Zugangsdaten, wie beispielsweise Name und Passwort), wird die Konfiguration mit einem Tippen auf „Fertig“ abgeschlossen.

Fertig! Wenn alles geklappt hat, surfst du nun über ein VPN-Netzwerk ungestört im Netz – mit deinem iPhone! Sollte es Probleme geben, empfehlen wir, es mit verschiedenen VPN-Anbietern zu versuchen.

2. VPN-App fürs iPhone verwenden

iPhone VPN AppWährend man bei der 1. Methode vor allem selber tief in die Konfiguration des iPhones eingreift, ist es hier deutlich einfacher: Es reicht, eine VPN-App aus dem App Store herunterzuladen und sich einzuloggen.

Info: Die meisten VPN-Apps fürs iPhone sind kostenpflichtig.
Wir empfehlen NordVPN. NordVPN ist schnell, sicher und zuverlässig.

Apple ermöglicht es VPN-Unternehmen, spezielle VPN-Apps fürs iPhone zu entwickeln.

Diese haben Zugriff auf die VPN-Einstellungen auf dem iPhone und konfigurieren die Verbindung für den Nutzer.

Wir sehen uns als Beispiel die App von NordVPN an:
Weiter unten präsentieren wir weitere VPN-Apps.

Nach dem erstmaligen Öffnen der App muss man seine Zugangsdaten eingeben, bzw. sich registrieren. Am besten ist es, dass der Registrierungsvorgang am PC abgeschlossen wird.

NordVPN App öffnen

Hat man sich eingeloggt, muss man der App zuerst Zugriff auf die VPN-Einstellungen des iPhones geben. Ab diesem Zeitpunkt darf die App dann selbstständig VPN-Konfigurationen für das iPhone durchführen.

VPN-Einstellungen erlauben

Jetzt ist es möglich, sich für einen VPN-Server zu entscheiden.

Klickt man auf „Quick Connect“ wählt die App in wenigen Sekunden den Server, der am schnellsten ist. Das ist meist der Server im eigenen Land, da hier die Distanz am geringsten ist.

VPN Quick Connect

Es ist auch möglich, einen Server auf der Landkarte auszuwählen. Im Menü im unteren Bereich findet man Spezialserver und es ist möglich, Favoriten zu definieren.

Das Herstellen einer Verbindung dauert meist nur Momente. Sobald die Verbindung da ist, wird das auf dem iPhone mit einem VPN-Icon in der oberen Statusleiste angezeigt.

VPN-Icon iPhone

Et Voilá! Wie man sieht, ist es mit der passenden VPN-App noch viel einfacher, eine Verbindung zu einem sicheren Netzwerk herzustellen. Außerdem bieten kostenpflichtige Anbieter oft eine deutlich bessere Performance (und vor allem Sicherheit!), als kostenlose VPN-Connections.


Top 3: VPN-Apps fürs iPhone

Es gibt viele Apps verschiedenster VPN-Anbieter. In der folgenden Liste präsentieren wir unsere Top 3.

Hier ist nicht nur die Sicherheit auf einem sehr hohen Level, sondern auch das Preis-Leistungs-Verhältnis:

1. NordVPN App

NordVPN Icon

Das Unternehmen NordVPN existiert seit dem Jahr 2012. Ist NordVPN anfangs nur als Projekt von einpaar Freunden gestartet, so gehört der Anbieter heute zu den größten VPN-Providern weltweit.

Es gibt einige triftige Gründe, wieso NordVPN mittlerweile mehr als 1 Million Kunden (laut eigenen Angaben) auf der ganzen Welt hat.

Argumente für die Nutzung von NordVPN:

  1. Standort: NordVPN hat seinen Standort in Panama. Das Land verlangt es vom Unternehmen nicht, Logs auszuhändigen, bzw. Nutzerdaten aufzuzeichnen. Somit surft der Nutzer tatsächlich komplett anonym.
  2. Geschwindigkeit: NordVPNs Server liegen auf der ganzen Welt. Die Software ermittelt blitzschnell die besten Server.
  3. Sicherheit: Neben klassischen VPN-Features gibt es beim Anbieter eine zweite Sicherheitsstufe (die man hinzuschalten kann) und einen Kill-Switch.
  4. Preise: Der Anbieter ist günstig! Für wenige € pro Monat kann man alle Server des Unternehmens nutzen.
  5. Rezensionen: Die Kundenbewertungen im iTunes-Store sprechen eine eindeutige Sprache.
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2. HideMyAss! VPN App

HideMyAss IconAuch HideMyAss! ist ein großer Player in der VPN-Szene. Hinter HideMyAss! stand anfangs ein gerademal 16-jähriger Junge, der Restriktionen in seinem eigenen Internetvertrag aushebeln wollte. Heute hat HMA! mehr als 10 Millionen User auf der ganzen Welt und gehört dem Software-Riesen AVM.

Wichtiger Hinweis: HMA! hat seinen Sitz in England und arbeitet somit mit britischen und US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden zusammen. Auch mit der Benutzung eines VPN sind strafbare Aktivitäten im Internet illegal!

Argumente für die Nutzung von HideMyAss!:

  1. Software: HMA! hat eine exzellente Software mit vielen Zusatzfunktionen – auch am Smartphone. Es ist möglich, viele Einstellungen umzustellen und ganz genau für die eigenen Bedürfnisse zu konfigurieren.
  2. Nutzerzahlen: Mehr als 10 Millionen Nutzer sprechen für sich.
  3. Serverangebot: Laut eigenen Angaben hat der Anbieter mehr als 830 Server in 230 Orten um die ganze Welt (Stand: Mai 2018).
  4. Preise: HideMyAss! bewegt sich im gleichen Preissegment wie NordVPN. Größere Jahrespakete sind hier ebenfalls günstiger als ein 1-Monats-Paket.
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3. Surfshark VPN App

Surfsharkvpn-iconErst vor kurzer Zeit ist unsere Redaktion auf Surfshark VPN aufmerksam geworden. Auch bei anderen deutschen Magazinen und Webseiten blieb Surfshark eine Zeit lang unter dem Radar. Mittlerweile erwähnen jedoch immer mehr Tester den Anbieter, der seinen Sitz auf den Britischen Jungferninseln hat.

Zwar hat der Anbieter auch einige gute Eigenschaften, es gibt jedoch noch Probleme beim Surfspeed (teils sehr langsame Server) und bei der Software, die zB. Probleme bei der automatischen Suche nach dem schnellsten Server hat.

Surfshark empfiehlt sich für alle, die einen extrem günstigen VPN suchen und über Probleme bei der Geschwindigkeit hinwegsehen können.

Argumente für die Nutzung von Surfshark:

  1. Gute Serverauswahl: Es gibt mehr als 500 Server in ca. 50 Ländern der Welt.
  2. Preise: Surfshark VPN gibt’s bereits ab 1,99($) pro Monat! Das ist mega-günstig.
  3. Sicherheit: Der Anbieter hat seinen Sitz auf den Britischen Jungferninseln, wo laut eigenen Angaben (und denen einiger Test-Magazine) keine Benutzerdaten an Behörden weitergegeben werden müssen. Eine gewisse Anonymität sollte also vorhanden sein.
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Fazit: VPN am iPhone

Schon seit geraumer Zeit hat Apple sein mobiles Betriebssystem iOS für VPN-Verbindungen geöffnet. Das ist gut, schließlich haben immer mehr Nutzer das Bedürfnis nach sicherem und vor allem ungestörtem Surfen.

VPN Funktionsweise

Wie man es nun anstellt, bleibt aber jedem selbst überlassen: Benutzt man ein VPN nur einmalig oder ganz selten, tut’s ein kostenloser VPN vermutlich auch. Möchte man aber regelmäßig und intensiv surfen, oder Geoblockaden umgehen, so empfehlen wir definitiv den Abschluss eines Monats-/ oder Jahresabos bei einem der oben vorgestellten Anbieter.

Übrigens: In diesem Beitrag zeigen wir, was VPNs überhaupt sind und welche Einsatzmöglichkeiten für VPNs es gibt.