SIM Karte nur fürs Internet: Tipps & Angebote fürs mobile Surfen

SIM Karte fürs InternetSmartphones, Tablets, Notebooks: Das mobile Internet ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Heutzutage ist mobiles Internet schnell, stabil und an vielen Orten besser als Internet übers Kabel. Wir stellen die wichtigsten SIM Karten und Tarife  im Vergleichsrechner vor, mit denen ausschließlich mobil gesurft werden kann.




SIM Karte nur fürs Internet: Ratgeber & Tipps

3G, 4G, 5G – Was bedeuten die Standards?

Wer mit seinem Smartphone ins mobile Internet möchte, kennt die Bezeichnungen 2G, 3G und LTE bereits. Sie sind neben der Akkuanzeige des Geräts zu sehen und geben Aufschluss darüber, welcher Standard genutzt wird.

SIM Karte nur für Internet

EDGE ist eine Erweiterung von GPRS. Mit Edge werden bis zu 236 Kilobit pro Sekunde übertragen – weniger als bei anderen Standards, dafür ist Edge inzwischen fast überall verfügbar.

3G oder UMTS übertragt 384 Kilobit die Sekunde. Die Geschwindigkeit genügt, um Youtube-Videos anzusehen, Skype-Telefonate zu führen oder mit Freunden zu chatten. Die Erweiterung von 3G ist HSPA – bis zu 14 Megabit die Sekunde werden ans Handy gefunkt, womit bequem gesurft werden kann. Der Standard H+ ist mit 42 Megabit pro Sekunde sogar noch schneller.

4G oder LTE schickt bis zu 300 Megabit die Sekunde. Der Standard ist die schnellste Technologie, die aktuell fast überall verfügbar und vor allem erschwinglich ist. Wer eine SIM Karte fürs mobile Surfen nutzen möchte, wählt 3G oder 4G, um schnell im mobilen Netz unterwegs zu sein.

Der Netzstandard 5G ist aktuell nur in Berlin und einigen anderen Großstädten verfügbar. Anfang 2018 wurden die ersten Sendemasten für den 4G-Nachfolger aufgestellt, der bis zu 100 mal schneller sein soll als der aktuelle Spitzenreiter LTE.

In den nächsten Monaten und Jahren sollen weitere Antennen an Standorten in ganz Deutschland aufgestellt werden. 5G ist nicht nur schneller, sondern kann Smartphones mit 5G-Unterstützung zudem punktgenau orten. Dadurch wird die Datenbrandbreite verringert und gleichzeitig der Empfang verbessert.

Wer über einen dieser Standards unterwegs aufs Internet zugreifen möchte, benötigt zunächst ein paar Dinge.

Diese Dinge werden für das mobile Internet benötigt

Zugang zum mobilen Netz ist mit jedem mobilen Endgerät möglich. Moderne Smartphones, Tablets oder Notebooks bieten die Möglichkeit, auf WLAN-Netze oder das öffentliche Datennetz zuzugreifen.

Der Zugriff auf WLAN und mobile Hotspots ist ohne Prepaid-Tarif oder Vertrag möglich.

Wer das öffentliche Datennetz nutzen möchte, benötigt entweder einen Prepaid-Tarif oder einen Vertrag. Alternativ können bei einigen Anbietern Datenpakete gekauft werden, die den Zugriff auf das Internet via Datenvolumen ermöglichen. Der Nutzer kauft dann lediglich ein bestimmtes Volumen. Ist dieses aufgebraucht, wird der Zugang gesperrt.
Eine Voraussetzung für mobiles Internet ist eine entsprechende Netzabdeckung. Der Zugriff auf 2G oder 3G funktioniert inzwischen fast deutschlandweit. Für 4G und 5G ist die Netzabdeckung weniger groß, allerdings kann auch hier mittlerweile von fast überall auf diese Netze zugegriffen werden. Schlechtes Netz gibt es heutzutage nur noch in ländlichen Gebieten, in Gebäuden oder in Tunneln.

Bei Computerbild gibt es eine übersichtliche Netzabdeckungskarte

Ständige Netzanbindung, Gratis-Hotspots: Vorteile von mobilem Internet

SIM Karte InternetDer große Vorteil des mobilen Internets ist die ständige Netzanbindung.

Einmal abgeschlossen, kann mit einem entsprechenden Vertrag oder Prepaid-Angebot nahezu überall auf das mobile Internet zugegriffen werden. Dank Hotspots, Fon-Spots und Co. ist dies oftmals sogar kostenlos und über das inkludierte Datenvolumen hinaus möglich. Einschränkungen gibt es heutzutage kaum noch. Auch die Geschwindigkeit ist inzwischen wesentlich schneller als noch vor einigen Jahren.

Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit, das mobile Endgerät als Hotspot zu verwenden. So kann der Vertrag für das mobile Internet genutzt werden, um Zuhause am PC, Laptop oder Tablot ins Internet zu gehen. Noch einfacher gelingt dies durch das USB-Tethering, bei dem Smartphone oder Tablet an den USB-Anschluss des PCs angeschlossen werden. Problematisch ist dies jedoch bei einem begrenzten Datenvolumen, da das inkludierte Volumen über einen klassischen Internetbrowser schneller aufgebraucht ist.

Hohe Kosten, schlechtes Netz am Land: Die größten Nachteile

Mobiles Internet erreicht inzwischen ähnliche Geschwindigkeiten wie herkömmliche DSL-Anschlüsse. Nachteile können auftreten, wenn an einem bestimmten Ort nicht alle oder nur bestimmte Netze unterstützt werden.

Vor allem in ländlichen Regionen besteht oft noch kein Zugriff auf 4G oder gar 3G. Problematisch ist dies vor allem dann, wenn die SIM Karte an einen Vertrag gebunden ist. Wer dann einmal ein Produkt gekauft hat, das an dem jeweiligen Ort nicht funktioniert, muss unter Umständen jahrelang bezahlen, ohne die gewünschte Leistung zu erhalten.

Der Netzausbau schreitet zwar langsam voran, Verträge umfassen meist jedoch keine neu hinzukommenden Standards. Wer beispielsweise einen Vertrag abschließt, der die Internetverbindung via 3G und 4G ermöglicht, muss auf den kommenden 5G-Standard verzichten, sobald dieser hinzukommt. Vermeiden lässt sich das, indem vor der Buchung des Netz getestet wird.

Nachteilig ist das Risiko von Netzabbrüchen. DSL-Verbindungen liefern eine zuverlässige Netzverbindung, die auch zu Stoßzeiten bestehen bleibt. Anders das mobile Internet, dass abends und am Wochenende oftmals überlastet ist. Auch hier lässt sich im Nachhinein wenig tun. Nutzer können das Netz ihrer Internetverbindung höchstens durch die Verwendung eines anderen Geräts verbessern, doch auch dies ist keine langfristig Lösung.

Das Datenvolumen von Prepaid-Verträgen ist zumeist begrenzt. Oft werden nur ein oder zwei Gigabyte inkludiert, die meist schon nach einigen Tagen oder Wochen aufgebraucht sind. Wer dann weitersurfen möchte, muss mit der Drosselung leben oder sich für teures Geld ein Daten-Upgrade kaufen.

Besonders teuer wird dies in Flugzeugen oder Zügen, wo die Extrabits meist teurer sind als die monatliche Grundgebühr. Ein Beispiel: In einem Flugzeug muss spezielles Datenvolumen erworben werden, welches nur für den Flug gilt. Dadurch entstehen meist hohe Kosten.

SIM Karten nur fürs Internet

Wlan Router mit SIM KarteVodafone, Congstar, Telekom und Co. bieten inzwischen SIM Karten und Datentarife an, die lediglich Datenvolumen enthalten und sich deshalb hauptsächlich für den Zugang zum mobilen Internet eignen.

Entsprechende Tarife beinhalten meist mehr Datenvolumen und eine höhere Surfgeschwindigkeit als klassische Flatrates und Tarife, mit denen sich auch telefonieren und SMS verschicken lässt.

Wer unterwegs ständig Zugriff auf das mobile Datennetz benötigt, kann verschiedene Tarife nutzen.

Der Mobilfunkanbieter Freenet bietet derzeit zwei günstige Tarife an:

– Freenet Freesurf 1000: 1000 MB mit 14,4 Mbit/s – für 4,95 Euro pro Monat
– Freenet Freesurf 5000: 5000 MB mit 21,6 Mbit/s – für 9,95 Euro pro Monat

Beide Varianten bieten endloses Surf-Vergnügen im D-Netz. Damit sind Nutzer mit UMTS-Geschwindigkeit unterwegs. SMS kosten jeweils 9 Cent. Der Anschlusspreis beträgt 19,95 Euro. Bei dem Angebot des Büdelsdorfer Providers handelt es sich um einen festen Mobilfunkvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten.

Vodafone hat aktuell ein flexibles Prepaid-Angebot im Portfolio:

– Vodafone CallYa Flex 1: 500 MB mit 48,96 Mbit/s – für 4,99 Euro pro Monat
– Vodafone CallYa Flex 2: 2,25 GB mit 48,96 Mbit/s – für 12,99 Euro pro Monat

Daneben gibt es eine Option mit 1 GB. Der Flex-Tarif kann flexibel zusammengesetzt werden und bietet je nach Option 50, 150 oder 400 zusätzliche Einheiten für Telefonie und SMS. Das Angebot des Düsseldorfer Providers ist mit 4G bzw. LTE Max nutzbar. Die SIM Karte ist inklusive und der Tarif monatlich kündbar.

Fyve versorgt Smartphone-Nutzer ebenfalls mit einem flexiblen Tarif. Über den Fyve-Tarif-Konfigurator kann zwischen 150 MB (5 Euro pro Monat), 1000 MB (10 Euro) und 3000 MB (20 Euro) gewählt werden. Die SIM Karte kostet 10 Euro, Nutzer erhälten allerdings 10 Euro Bonusguthaben. Das Datenvolumen wird über das D-Netz genutzt. Der Tarif ist monatlich kündbar und an keine weiteren Kosten gebunden.

Anbieter Congstar legt ebenfalls verschiedene Datentarife auf:

– Congstar Daten S: 750 MB mit maximal 7,2 Mbit/s – für 7,99 Euro pro Monat
– Congstar Daten M: 2 GB mit maximal 14,4 Mbit/s – für 14,99 Euro pro Monat
– Congstar Daten L: 5 GB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 19,99 Euro pro Monat

Die Congstar-Tarife beinhalten Netzzugriff im D-Netz und in bester HSDPA-Qualität. Die Prepaid-Angebote gibt es wahlweise mit oder ohne Vertragslaufzeit und mit Smartphone. Die SIM Karte kostet bei Congstar jeweils zehn Euro und ist an die Angebote des Providers gebunden. Andere Tarife lassen sich also nicht ohne Weiteres nutzen. Dann muss eine andere SIM Karte erworben werden.

Provider Blau hat diverse reine Surf-Tarife im Angebot:

– Blau Surf XS: 300 MB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 2,49 Euro pro Monat
– Blau Surf S: 700 MB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 4,99 Euro pro Monat
– Blau Surf M: 1,75 GB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 8,99 Euro pro Monat
– Blau Surf L: 4 GB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 13,99 Euro pro Monat
– Blau Allnet L: 3 GB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 9,99 Euro pro Monat
– Blau Allnet XL: 5 GB mit maximal 21,6 Mbit/s – für 14,99 Euro pro Monat

Daneben bietet der Provider einige weitere Tarife an, die jeweils mit LTE-Geschwindigkeit und der Option auf SMS und Telefonie daherkommen. Die Tarife sind monatlich kündbar, jedoch auch als Vertragsvariante mit variierendem Datenvolumen erhältlich. Als reine Datentarife bieten die Blau-Tarife ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Menschen, die mit ihrem Smartphone hauptsächlich im Netz surfen möchten und wenig Wert auf das Verschicken von SMS und die Telefonie legen.

Gigacube und Homespot: Diese Alternativen gibt es

Neben den klassischen Mobilfunktarifen, die zumeist nicht mehr als 5 bis 10 GB Datenvolumen bieten, gibt es einige Angebote, die mit deutlich mehr Datenvolumen ausgestattet sind.

So zum Beispiel der Vodafone Gigacube, welcher bis zu 200 GB pro Monat enthält. Nutzer zahlen dafür knapp 45 Euro und erhalten Internet in LTE-Geschwindigkeit. Der Tarif ist jedoch an den namensgebenden Gigacube geknüpft und eignet sich daher nicht für mobiles Surfen.

Auch Anbieter Congstar hat einen stationären Datentarif im Angebot. Der Congstar Homespot bietet laut Anbieter „super schnelles Internet – egal ob Zuhause oder an einem festen Ort deiner Wahl“. Der Homespot bietet bis zu 100 GB pro Monat, die mit maximal 40 Mbit/s genutzt werden können. Die kleineren Tarife enthalten jeweils 30 GB (mit maximal 20 Mbit/s) oder 50 GB (mit maximal 40 Mbit/s Geschwindigkeit). Zugriff aufs Internet wird via WLAN und LTE hergestellt. Der günstige Preis macht das Congstar-Angebot zu einer echten Alternative, wenn Zuhause, auf Geschäftsreise oder im Urlaub schnelles Internet benötigt wird.