Mobiles Internet: Geschwindigkeitsvergleich

Mobiles Internet Geschwindigkeiten im VergleichDie Geschwindigkeit von mobilem Internet ist von verschiedenen Faktoren abhängig, zB. davon wo man lebt oder welchen Tarif man hat. Heutzutage gibt es außerdem mehrere mobile Verbindungsmethoden: Gab es vor wenigen Jahren nur GPRS und EDGE, gibt es mittlerweile auch UMTS und HSDPA. Ganz neu dazugekommen ist LTE.

In diesem Beitrag klären wir, was die Abkürzungen bedeuten, welche Technik am besten ist und ob mobiles Internet schneller ist als stationäre Verbindungsmethoden.


Verbindungstechniken

GPRS

GPRS wurde am Anfang des 21. Jahrhunderts eingeführt und bei einfachen Handys dazu genutzt, WAP-Seiten aufzurufen. Auch MMS-Nachrichten werden über GPRS versendet.

Bei GPRS handelt es sich um eine sehr langsame Verbindungsmethode. Die höchste Datenübertragungsrate ist 56 kbit/s.

Wegen der langsamen Geschwindigkeit wird GPRS heutzutage kaum noch verwendet. Nur an Orten, wo es keine andere Verbindungsmöglichkeit gibt, verbinden sich Handys noch ab und zu mit einem GPRS-Netz.

EDGE

EDGE ist der Nachfolger von GPRS. In den Jahren vor UMTS (2005, 2006) wurde EDGE als „schnelle Alternative zu GPRS“ beworben.

Bei EDGE ist eine maximale Datenübertragungsrate von 220 kbit/s möglich.

Auch EDGE wird in Zeiten von Smartphones und HD-YouTube-Videos lediglich als langsame Alternative zu den schnelleren Verbindungsmöglichkeiten angesehen.

Vor allem im ländlichen Raum gibt es noch viele Ortschaften, in denen nur EDGE verfügbar ist.

UMTS / 3G

UMTS (oder auch 3G genannt) ist die Bezeichnung für die dritte Mobilfunkgeneration. In Österreich kam UMTS bereits 2003 in einer Testphase auf den Markt, in Deutschland etablierte sich die Technik 2008.

UMTS ist die erste Verbindungsmethode, die auch auf modernen Smartphones schnelles Surfen ermöglicht.

 UMTS ermöglicht eine Geschwindigkeit von maximal 376 kbit/s.

Eine Weiterentwicklung von UMTS ist HSDPA. Mit HSDPA kann man mit maximal 14,4 Mbit/s (oder mit H+ mit maximal 42 Mbit/s) surfen. So stellt auch das Streamen von HD-Videos oder der Download großer Dateien kein Problem mehr dar.

LTE

LTE (oder auch 4G genannt) ist der neueste und schnellste Mobilfunkstandard. Im Jahr 2010 ging der erste LTE-Sendemast in Deutschland in Betrieb.

 Der größte Vorteil von LTE ist die Geschwindigkeit. Es ist eine maximale Geschwindigkeit von 150 Mbit/s möglich.

 Technisch gesehen ist die Umrüstung von 3G auf 4G nicht so kompliziert, da nur wenige Komponenten zu den bereits bestehenden Sendemasten hinzugefügt werden müssen.

 Die folgende Grafik veranschaulicht deutlich, dass LTE eine Vervielfachung der bisherigen Geschwindigkeiten ermöglicht.

Welche Verbindungstechnik ist am besten?

Die Grafik zeigt es bereits deutlich: LTE ist zurzeit die schnellste mobile Verbindungstechnik in Deutschland und in Europa. Wer schnell surfen will, HD-Videos auf Videoplattformen schauen möchte und keine Geduld für lange Wartezeiten hat, der kommt heutzutage um LTE nicht drumrum.

Ist mobiles Internet schneller als kabelgebundenes Internet?

 Vor allem am Land ist mobiles Internet oft schneller als die alten Kupferkabelverbindungen.

Wenn mit normalem DSL über die Telefonleitung nur wenige Mbit/s möglich sind, kann man mit LTE theoretisch bis zu 150 Mbit/s erreichen. Vor dem Vertragsabschluss sollte man sich jedoch über die maximal erreichbare Geschwindigkeit im Heimatort informieren.

Handynetzbetreiber konzentrieren sich heutzutage vor allem auf den Ausbau von LTE in ländlichen Gebieten, da LTE deutlich kostengünstiger ist als die Verlegung neuer HighSpeed-Datenkabel.

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